IBM BusinessConnect 2016

Am 13. September 2016 hatte IBM zu seinem Event „IBM BusinessConnect 2016“ nach Frankfurt unter dem Motto „A new era of thinking“ eingeladen. Kern der Veranstaltung war das Thema Cognitive Business.  IBM definiert „Cognitive Business = Digital business + digital intelligence“, d. h. eine Verknüpfung von IT gestützten Geschäftsprozessen mit Analysesystemen, die verschiedene Daten kombiniert auswerten können – sogenannte kognitive Systeme, künstliche Intelligenz, die wie ein menschliches Gehirn funktioniert.

IBM-Business-Connect

IBM hat dafür eigens eine Unternehmenseinheit IBM Cognitive Business Solutions gegründet, in der die Erfahrungen mit dem Supercomputer Watson und Business Analytics integriert sind. Die Veranstaltung wollte einen ersten Eindruck über die Anwendungsmöglichkeiten bei deutschen Unternehmen und die für die Unternehmen sich ergebenden Vorteile vermitteln.

Es ist nachvollziehbar, dass Systeme, die sehr schnell verschiedenartigste Daten kombiniert auswerten, enorme Vorteile haben, in dem sie zu Erkenntnissen und Aussagen führen, zu denen man in der gleichen Zeit und Qualität sicherlich nicht kommen könnte. Solche Systeme können auch helfen, Risiken zu minimieren, Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Es gibt bereits zahlreiche Anwendungen, die zu überzeugenden Ergebnissen führen. Beispiele sind u. a. individuellere und damit erfolgreichere Behandlungsmethoden von Krebspatienten, sowie in der Finanzdienstleistungsbranche besser auf spezifische Kundenbedürfnisse zugeschnittene Beratungslösungen. Da Cognitive Computing Ansätze über die Cloud angeboten werden, bieten sich Möglichkeiten an, verschiedene Anwendungen zu erkunden, sukzessiv zu erweitern und dazuzulernen.

Diese IBM Veranstaltung bot ein sehr attraktives Menü an praxisrelevanten Vorträgen. Einige Referenten bei IBM BusinessConnect waren:

Gerhard Leonhardt, Futurist, präsentierte seine Einschätzung der Entwicklungen  in den nächsten fünf Jahren.  Er sieht grundsätzliche exponentielle technologische Veränderungen. Trends, wie z. B. autonomes Fahren, entwickeln sich erst langsam, dann zunehmend schneller und erreichen eine breite Anwendung.  Dies hat weitreichende Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, die sich auch sehr schnell verändern. Dieses bietet Chancen!

Jürgen Henn, IBM, gab eine Einführung in die „Digitale Transformation“ auf Basis des IBM Digital Reinvention Framework. Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Entwicklung für Unternehmen beim Thema Digitalisierung ist, dass ein besseres Ergebnis für Kunden oder ein besseres Kundenerlebnis geschaffen wird. Ohne diese Kundenorientierung  bei der Digitalisierung ist der Vorteil für das Unternehmen nicht gesichert. Innerhalb des Rahmens des eigenen Unternehmens muss die Digitalisierung entweder zu einem besseren Geschäftsergebnis und/oder zu einer besseren Erfahrung für die eigenen Mitarbeiter resultieren. Elemente der Digitalisierung sind dabei neue Geschäftsmöglichkeiten, neue Arbeitsweisen, neue Expertisen. Anwendungen, wie z. B. mobile computing, advanced automation sind dabei die Instrumente für die Digitalisierung.

Dr. Matthias Meifert, HR Pepper, und Hans-Joachim Koeppen, IBM, stellten in ihrer Diskussion dar, dass ohne eine entsprechende Unternehmenskultur, Führungsqualität und entsprechende Kompetenzen keine erfolgreiche Digitalisierung möglich ist. Hier sahen beide Entwicklungsbedarf bei vielen Unternehmen, um die Mitarbeiter für Digitalisierung zu motivieren und auch auf etwaige Ängste einzugehen.

Dr. Johann Peitinger, BMW Group, zeigte auf, wie Business Analytics und Cognitive Computing als zentrale Technologien für die weitere Digitalisierung in der BMW Group stehen. Aufgrund der nutzbringenden Ergebnisse wächst bei Entscheidern des Unternehmens zunehmend das aktive Interesse an Anwendungen und die Bereitschaft, Daten systematisch zu erheben und zu nutzen. Damit entsteht ein sich positiv  Prozeß im Unternehmen.

Da Daten zunehmend als „wertvollster Rohstoff“ oder als „das neue Gold“ verstanden werden, wird es spannend sein, wie rasch Unternehmen den Nutzen von Cognitive Computing verstehen und vorteilhaft einsetzen. Aufgrund des inhärenten Unternehmertums im Mittelstand und in kleineren Unternehmen bieten sich hier viele Möglichkeiten, nicht zuletzt auch in Kooperationen.

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