Beyond Conventions – Develop digital solutions for real challenges

Neues Format in der Zusammenarbeit von etablierten Großunternehmen und Start-ups zu Themen der digitalen Transformation

Am 20. & 21. Februar 2018 fand “Beyond Conventions – Develop digital solutions for real challenges” als Abschlußveranstaltung der gleichnamigen Initiative in der Konzernzentrale von thyssenkrupp in Essen statt unter dem Motto „Be Bold, Be Brave, Blow us away – shape the future at thyssenkrupp Quartier Q2”.

“Beyond Conventions” ist eine Initiative von fünf Essener Großunternehmen aus traditionellen Sektoren:  1. thyssenkrupp, 2. innogy, 3. Open Grid Europe (Gasnetzbetreiber), 4. Schacht One (Digital Hub von Haniel), sowie FUNKE MEDIEN NRW. Motivation dieser Unternehmen ist, neue Ideen für konkrete Problemstellungen von außen zu bekommen.

“Change is continuous and change means work. Anyone who wants to change needs outside inspiration. That applies especially in times when everyone and everything is going digital. But why join the crowd traveling to Silicon Valley? Just to see what others are doing that you aren’t?

No. We do things differently. We’re bringing the ideas to us. Because that’s where we need them – in the form of start-ups which can supply digital solutions to concrete business problems. That’s why we have launched beyondconventions.de, a platform to bring companies’ challenges and startups together.”

(aus dem Einladungsschreiben zu der Veranstaltung)

 

Ausschreibung von 19 Challenges per Internet

Im 2017 wurden 19 entsprechende sog. Challenges (siehe folgendes Schaubild) per Internet auf der eigens eingerichteten Webseite www.beyondconventions.de mit einem Aufruf an Start-ups veröffentlicht, sich mit Lösungsvorschlägen zu bewerben. Da die gesamte Initiative in Englisch formuliert ist, richtete sich der Aufruf nicht nur an lokale Start-ups, sondern es war eine internationale Ausschreibung.

200 Start-ups aus mehr als 10 Ländern bewarben sich mit ihren Ideen. Daraus wurden 38 von den Initiatoren als beste Bewerber ausgewählt und für einen Pitch zu der Veranstaltung in Essen eingeladen.

Startups_Challenges_Corporate

 

Pitches von Großunternehmen und Start-ups

Am ersten Tag des Events präsentierten zumeist junge Mitarbeiter der Großunternehmen die definierten und von ihnen betreuten Challenges in Form von Pitches vor (Siehe Agenda auf unterem Schaubild).

Am zweiten Tag stellten dann die Start-ups ebenfalls in Pitches ihre Lösungsvorschläge vor. Den Abschluss bildete die Prämierung der Gewinner. Impulsvorträge von Experten aus der Start-up bzw. Digitalen Szene in Deutschland (u. a. Google, Earlybird, Foodora) sowie offizielle Begrüßungen von Thyssen CEO Hiesinger, Essens Bürgermeister Kufen sowie Andreas Pinkwart (NRW Wirtschaftsminister) unterstrichen die Bedeutung der Veranstaltung für die teilnehmenden Unternehmen und Start-ups.

Moderator und Referent Andrew Goldstein, der nicht nur Partner von Deloitte Digital Ventures ist, sondern u. a. auch Initiator des German Accelerators sowie Direktor des LMU Entrepreneurship Centers in München, beurteilt dieses Format als neu, einzigartig und  „groundbreaking“ , weil es eine faire Zusammenarbeit von Großunternehmen aus traditionellen Branchen und Start-ups bedeutet. Auch weil man auf geschäftlicher Basis zusammenarbeitet, das Großunternehmen nicht als Investor agiert und damit dem Start-up Raum zum eigenbestimmten Wachsen lässt. Zudem ist das Ergebnis viel praktikabler, erfolgversprechender und somit effizienter im Vergleich zu anderen Aktivitäten von Großunternehmen in dieser Richtung.

Agenda

 

Win-Win-Situation für beteiligte Großunternehmen und Start-ups

Dieses Format schafft eine Win-Win-Situation für beide Seiten:

Die beteiligten Großunternehmen erhalten umsetzbare, plausible Lösungsvorschläge für die von ihnen definierten Problemstellungen.

Die beteiligten Start-ups erhalten neue Business Kontakte zu etablierten Unternehmen und die Chance, Pilot-Projekte zu realisieren. Diese können sie dann im Weiteren auch als Referenz gegenüber anderen Kunden nutzen.
Für die Initiatoren ergeben sich noch weitere Vorteile aus diesem Format:

  • Motivation eigener Talente durch die Bearbeitung von digitalen Themen;
  • Aufbau so wichtiger Kooperationskompetenz, d. h. Lernen der Zusammenarbeit mit Start-ups und anderen externen Partnern;
  • Positive Presse als etabliertes Unternehmen beim Thema der Digitalen Transformation;
  • Stärkung als attraktiver Arbeitsgeber im Wettbewerb um junge Talente;
  • Demonstration von Corporate Citizenship in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.

Der für diese Initiative verbundene Aufwand ist schätzungsweise für die beteiligten Unternehmen deutlich geringer als andere Alternativen und mit einem geringeren Risiko verbunden. Daher wird diese Essener Initiative sicherlich eine zweite Runde erfahren.

 

Fazit

Dieses Format ist für alle etablierten Unternehmen interessant, die eine Digitale Transformation Agenda haben  – das sind fast alle. Durch die Kooperation mit anderen Unternehmen in der Initiative ist dies auch nicht nur für Konzerne  bzw. Großunternehmen relevant sondern auch für größere Mittelständler.  Daher wäre  eine Nachahmung für andere Unternehmen als konzertierte Aktion mit anderen lohnenswert.

 

Für mehr Information zu dieser Veranstaltung, klicken Sie bitte hier.

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