2. Zukunftskongress Digitale Transformation

Am 09. November fand der „2. Zukunftskongress Digitale Transformation“  in München in der Zentrale der Fraunhofer Gesellschaft statt. Diese Veranstaltung wurde vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Zusammenarbeit mit der Cologne Intelligence GmbH und dem SOA innovation lab e. V realisiert. Zielsetzung war, den Teilnehmern Erfahrungsberichte aus der Praxis zu vermitteln, welche Anregungen für die eigene Unternehmenspraxis geben. Denn nicht alle Vorhaben in Richtung Digitalisierung verlaufen wie geplant.

zukunftskongress-november-2016

Die Agenda spannte einen breiten Bogen über verschiedene Themen, um der Digitalen Transformation als zentraler Managementaufgabe gerecht zu werden.

Zu Beginn erfolgte eine Bestandsaufnahme über den Grad der Digitalisierung in Unternehmen in Deutschland von Wolfgang Beinhauer, Frauenhofer IAO, und Michael Herr, Cologne Intelligence. Dabei wurde auch eine Teilnehmerbefragung live über ihre Smartphones durchgeführt. Die Antworten der Teilnehmer spiegelten die Inhalte der Bestandsaufnahme wieder: bei vielen Unternehmen fehlt die Verknüpfung der Unternehmensstrategie mit Digitalisierungsinitiativen; als ein Hemmnis wird unzureichende Führung durch die Unternehmensspitze gesehen, und viele beurteilen die Situation ihres Unternehmens als erst im Anfang der Digitalisierung.

Danach folgten zwei Präsentationen, die eine Verbesserung der Customer Experience durch Digitalisierung darstellten: Michael Veit von Lekker und Ingolf Lange, AUDI AG, im Gebrauchtwagenvertrieb von AUDI. Interessant beim Fallbeispiel Lekker ist, dass Veit zunächst als externen Berater, dann als Aufsichtsrat und schließlich als berufener Geschäftsführer mitgearbeitet hatte, also als Externer in das Unternehmen kam und damit sicherlich andere Freiheitsgrade hatte als ein bereits langjährig im Unternehmen wirkender GF.

Karsten Schweichhart, Deutsche Telekom/SOA Innovation Lab e.V., stellte das Konzept der Enterprise Application Management als Systematik für Digitale Transformation vor, verbunden mit Fallbeispielen aus der Zusammenarbeit des SOA Innovation Lab, einer Business Initiative von elf Großunternehmen und Behörden aus dem deutschsprachigen Raum im Hinblick auf Digitale Business Transformation.

Am Nachmittag gab Dr. Rahild Neuburger, LMU München/Münchner Kreis, einen Ausblick auf die Arbeitswelt und Digitalisierung, und fokussierte auf die Frage des „wie wir arbeiten und leben“. Sie klammerte dabei bei dieser Veranstaltung bewusst negative Trends aus, weil sonst erfahrungsgemäß der Fokus nur auf den negativen Trends liegt und nicht auf den Chancen.

Einen Einblick in zwei Branchen gaben Prof. Dr. Burghof, Universität Hohenheim, zu Financial Services und Stefan Krebs, CIO der  Landesregierung Baden-Württemberg.

Zum Abschluss wurde die Relevanz von Personal und Qualifikation von Dr. Ursula Fellberg, Strategy & Transformation Consulting dargestellt. Aus Zeitgründen konnte Wolfgang Beinhauer leider den Erfahrungsbericht des Innovationszirkels Digital Transformers nicht präsentierten. Er folgt aber auf der Webseite Fraunhofer IAO.

Fazit: Erfolgsentscheidend bei der Digitalisierung ist die Rolle der Unternehmensführung, die die Dringlichkeit des Themas richtig erkennt und aktiv angeht. Es ist nicht die IT des Unternehmens, die den Lead bei diesem Thema übernehmen sollte, denn es muss einen klaren Bezug zum Geschäftsmodell des Unternehmens geben. Für eine erfolgreiche Umsetzung sind, wie bei Veränderungsprozessen generell, kleine Erfolge zu Beginn wichtig, um intern Unterstützung der verschiedenen Stakeholder zu generieren. Ein direkter Zusammenhang zu Kundennutzen ist essentiell. Der Austausch mit anderen Unternehmen und Institutionen wie der Fraunhofer Gesellschaft und/oder dem SOA Innovation Lab helfen, Erfahrungen mit anderen zu teilen, Fehler zu vermeiden aber auch Gleichgesinnte zu treffen.

Für weitere Informationen zum 2. Zukunftskongress, klicken Sie bitte hier

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